Bert Trautmann Kinder – Familie, Verlust und private Realität einer Fußballlegende
Einleitung
Der sportliche Werdegang von Bert Trautmann ist außergewöhnlich gut dokumentiert. Weniger bekannt ist jedoch sein Leben abseits des Spielfelds – insbesondere seine Rolle als Vater. Die Geschichte seiner Kinder ist geprägt von Nähe, Verlust, Trennung und später Versöhnung. Sie zeigt einen Menschen, dessen private Erfahrungen ebenso tiefgreifend waren wie seine sportlichen Erfolge.
Bert Trautmann – Mensch hinter der öffentlichen Figur
Bert Trautmann wurde 1923 in Bremen geboren und erlebte als junger Mann den Zweiten Weltkrieg an vorderster Front. Nach seiner Gefangennahme blieb er in England, wo er sich zunächst gegen große Vorbehalte durchsetzen musste. Seine Karriere bei Manchester City machte ihn zu einer respektierten Persönlichkeit des englischen Fußballs.
Während sein sportlicher Aufstieg öffentlich sichtbar war, entwickelte sich sein Privatleben weitgehend im Hintergrund – mit Konsequenzen, die ihn ein Leben lang begleiteten.
Überblick über seine Kinder
Bert Trautmann war Vater von vier Kindern:
Drei Söhne aus seiner ersten Ehe
Eine Tochter aus einer Beziehung vor dieser Ehe
Diese familiäre Struktur ist historisch eindeutig belegt. Entscheidend ist jedoch weniger die Anzahl als die emotionale Bedeutung, die diese Kinder für ihn hatten – insbesondere vor dem Hintergrund eines schweren familiären Verlustes.
Die Ehe mit Margaret Friar und die gemeinsamen Söhne
In England heiratete Trautmann Margaret Friar, die Tochter eines Vereinsfunktionärs von Manchester City. Aus dieser Ehe gingen drei Söhne hervor:
John Trautmann
Mark Trautmann
Stephen Trautmann
Zeitzeugen beschrieben Trautmann als ernsthaften, disziplinierten Vater, der jedoch stark durch seinen Beruf eingebunden war. Der Alltag einer Profifußballerfamilie in den 1950er-Jahren ließ wenig Raum für emotionale Nähe, was sich nach späteren Ereignissen deutlich bemerkbar machte.
Der Tod von John Trautmann
Der prägendste Einschnitt im Zusammenhang mit den Kindern von Bert Trautmann war der Tod seines ältesten Sohnes John.
Sachlicher Hintergrund
John war fünf Jahre alt
Er starb 1956 bei einem Verkehrsunfall
Der Unfall ereignete sich wenige Monate nach dem FA-Cup-Finale
Der Verlust traf die Familie in einer Phase, in der Trautmann beruflich auf dem Höhepunkt stand. Während die Öffentlichkeit ihn feierte, begann privat eine Zeit tiefer Trauer.
Trautmann sprach später offen darüber, dass dieser Tod seine Sicht auf Erfolg dauerhaft verändert habe. Der Schmerz blieb, auch als seine Karriere weiterging.
Die Tochter aus früherer Beziehung
Weniger dokumentiert, aber ebenso relevant ist Trautmanns Tochter aus einer Beziehung vor seiner Ehe.
Über viele Jahre bestand kein Kontakt. Die Gründe lagen in den damaligen Lebensumständen, gesellschaftlichen Normen und persönlichen Entscheidungen. Erst 1990, Jahrzehnte später, kam es zu einer Annäherung und Aussöhnung.
Diese späte Versöhnung wird von Biografen als bewusster Schritt der Aufarbeitung interpretiert – ein Versuch, offene Kapitel seines Lebens nicht ungeklärt zu lassen.
Auswirkungen auf Ehe, Psyche und Lebensweg
Der Verlust eines Kindes wirkte sich nachhaltig auf Trautmanns Ehe aus. Die Beziehung zu Margaret Friar zerbrach, was nicht ungewöhnlich war in einer Zeit, in der psychologische Unterstützung kaum existierte.
Langfristige Folgen:
Emotionale Distanz innerhalb der Familie
Rückzug in Arbeit und Verpflichtungen
Schwierige Bindungen in späteren Beziehungen
Trautmann selbst sprach rückblickend davon, dass er gelernt habe, mit Schuld und Trauer zu leben, nicht sie zu überwinden.
Bedeutung seiner Familiengeschichte heute
Die Beschäftigung mit den Kindern von Bert Trautmann erweitert das Bild einer historischen Persönlichkeit. Sie zeigt, dass sportliche Größe nicht vor persönlichem Leid schützt.
Seine Geschichte wird heute häufig genutzt, um Themen wie Verantwortung, Verlust, Versöhnung und Menschlichkeit im Leistungssport greifbar zu machen. Gerade diese private Dimension verleiht seiner Biografie nachhaltige Bedeutung.
Fazit
Die Geschichte der Kinder von Bert Trautmann ist keine Randnotiz, sondern ein zentraler Bestandteil seines Lebens. Vier Kinder, ein tragischer Verlust, lange Entfremdung und späte Versöhnung zeichnen das Bild eines Mannes, der trotz Ruhm mit sehr realen menschlichen Herausforderungen konfrontiert war.
Wer seine Karriere bewundert, versteht sie erst vollständig, wenn auch diese familiäre Realität berücksichtigt wird.
FAQ
Wie viele Kinder hatte Bert Trautmann?
Vier – drei Söhne und eine Tochter.
Welches Kind verstarb früh?
Sein Sohn John starb 1956 im Alter von fünf Jahren bei einem Autounfall.
Hatte er Kontakt zu all seinen Kindern?
Zu seiner Tochter bestand lange kein Kontakt; eine Versöhnung erfolgte 1990.
Beeinflusste der Verlust sein Leben dauerhaft?
Ja. Er hatte nachhaltige Auswirkungen auf seine Ehe, seine Beziehungen und seine persönliche Entwicklung.
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